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Notizen

Entwurf für ein Schlachtfest

Schluss mit Gedichtigkeit.

Weg mit guten Gedichten!
Der beste Rhythmus: da man nicht mit muss;
der schiefe Reim, das Hexenhaus...

Nichts außer der Poetisiertrommel!
Namen nennen für den Augenblick.

Schlechte Gedichte sind nicht o.k.
- das ist es.

Leser existieren aber in sich.

*

a) Die Lage, die Braut, die Krise, die Liga, die Liebe, den Krieg - schlecht machen, aber schön reden: das sei Poesie! Ein Wort klingt, man ist feierlich gestimmt. Zeit für ein Abenteuer.

b) Politik hingegen redet jämmerlich und macht vielleicht* alles gut.
(*Wenn nur der Richtige auf dem Thron sitzt.)

Draußen heißt es weiter kalt. Komm herein! Das ist das Gemeinsame, das Ergebnis. Nichts als Vorurteile, Community sei. Eine rote Nase zeigen.
 

Was sie sagte, war nichts als Unsinn und weckte mich auf.
[Jule Schneider: Kuscheltext 104]

 


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